Die Streuobstwiese: Ein ökologisch wichtiger Lebensraum

Apfelblüte
Auf Ihrer Tour entlang der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute entdecken Sie hochstämmige und großkronige Apfelbäume, die in weiträumigen Abständen gepflanzt auf Grünland stehen. Durch natürliche Ausfälle und fehlende Nachpflanzung stehen die Bäume über die Landschaft wie "gestreut". Es ist die traditionelle Form des Obstanbaus.
Die Streuobstwiese ist der natürliche Lebensraum vieler Nützlinge wie die Florfliege, der Marienkäfer, die Schwebefliege und der Raumwanze. In der Krautschicht der Wiese treffen wir weitere Insekten, Spinnentiere und Kleinsäuger an. In der Baumschicht leben Bilche, Fledermäuse und viele Vogelarten wie Steinkauz, Grünspecht und Wendehals, die die alten Obstbaumstämme als Nistplatz benötigen. Die Krautschicht unter den Bäumen wirkt zudem in hohem Maße der Bodenerosion entgegen und trägt damit zur Erhaltung des Nährstoffgehaltes im Boden bei.
Streuobstwiesen sind gleichzeitig Wind-, Lärm- und Staubschutz und Frischluftproduzenten. Obstwiesen sind ein wesentlicher Bestandteil der gewachsenen Kulturlandschaft in Hessen. Ausgangsprodukt für den Apfelwein sind Äpfel von Streuobstwiesen.