Zur Schutzwirkung des Waldes
Der Wald dient mehr als jedes andere Landschaftselement dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen, da er naturnah, langlebig und großflächig ist und besonders extensiv bewirtschaftet wird.
90 % des hessischen Waldes erfüllt mindestens eine Schutzwirkung. Alle diese Wirkungen oder Funktionen haben einen Wert, den jede Bürgerin und jeder Bürger nutzen kann, ohne dafür zu bezahlen (daher existieren keine Marktpreise).
- Wasserschutz: Wald produziert sauberes Grundwasser und gewährleistet eine stetige Wasserspende. Er ist daher für den Wasserhaushalt unersetzlich. Durch ihn wird die Wasserqualität begünstigt, da der Wald am geringsten mit schädlichen Stoffen beeinflusst ist. Aufgrund seiner ungestörten Bodenstruktur und Verzögerung des Abflusses liefert er eine stete Wasserspende,
- Immissions-, Lärm- und Sichtschutz: Wald mindert negative Einwirkungen durch Lärm, Staub, Aerosole, Gase und Strahlen. Er schützt damit Wohn-, Arbeits- und Erholungsbereiche vor nachhaltigen Wirkungen dieser Immissionen,
- Naturschutz: Der Wald als letztes, großflächiges naturnahes Ökosystem auf 42 % der hessischen Landesfläche, ist von unschätzbarer Bedeutung für den Schutz von Lebensräumen und Lebensgemeinschaften. Im Gegensatz zur meist intensiv bewirtschafteten Feldflur ist der Wald ein besonders naturnahes Landschaftselement und ein Refugium für viele Pflanzen und Tiere.