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Einsegnung der Urnenstelen auf dem Friedhof Rembrücken


Als Kind, er sei in einem Dorf aufgewachsen, habe er gar nicht gewusst, dass es so etwas wie Urnen gibt, sagte Hansjörg Rekow, Pfarrer der auch für Rembrücken zuständigen Evangelischen Trinitatisgemeinde Rodgau. Doch der Wandel der Zeit und der Kultur hätte dazu geführt, dass heutzutage immer mehr Menschen das Urnengrab als letzte Ruhestätte bevorzugten. Gemeisam mit Pfarrer Martin Weber von der katholischen Pfarrgruppe Heusenstamm und Pfarrer Rekow hat Bürgermeister Peter Jakoby am Dienstag, 5. Januar, die sieben neuen Urnenstelen auf dem Rembrücker Friedhof eingeweiht.

Rund 30.000 Euro haben die sieben aus sandsteinfarbenem Beton errichteten Säulen und die landschaftliche Gestaltung der direkten Umgebung gekostet. Jede Stele hat vier Kammern für je eine Urne. Während eines Rundganges mit dem "Mobilen Rathaus" sei der Wunsch geäußert worden, nicht nur auf dem Heusenstammer, sondern auch auf dem Rembrücker Friedhof solche Stelen zu errichten, berichtete Jakoby den vornehmlich aus dem Magistrat stammenden Gästen der kleinen Eröffnungsfeier, die schon wegen der herrschenden Minusgrade recht kurz gestaltet worden war.

Sobald die Witterung es zulasse, werde auch die Zaunanlage am Weg zwischen dem alten und neuen Teil des Friedhofs erneuert, versprach der Verwaltungschef. Damit werde abgerundet, was vor etwa zwei Jahren mit der Renovierung der Trauerhalle im alten Teil, der Neuanlage des Ehrenmals und dem Austausch alter Bäume eingeleitet worden sei.

Gerade in Rembrücken, wo die Bürger in besonders enger Gemeinschaft leben, gehöre der Umgang mit dem Tod viel mehr zum Leben als in einer anonymen Großstadt, betonte der Bürgermeister. Die sanfte Form der Urnenstelen, die warme Farbe des Sandsteins und das Werden und Vergehen der Pflanzen rundherum erinnere jene, die offen dafür seien, daran, dass Sterben zum Leben gehöre, endete Jakoby. Martin Weber fügte an, es sei wichtig, dass eines Tages Namen von Menschen auf den Platten der Kammern stehen, die mit Erinnerungen verbunden seien.

Die Auswahl und Belegung der Grabstätten (Urnenstelen und Erdgräber) auf beiden Friedhöfen erfolgt im Todesfall bei Brigitte Löw von der städtischen Friedhofsverwaltung, Telefon 06104 607-1342, friedhofsverwaltung@heusenstamm.de. Die Sprechzeiten der Friedhofsverwaltung im Rathaus, Im Herrngarten 1, sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Dienstag- und Donnerstagnachmittag von 14 bis 17 Uhr. 


(Text: Claudia Bechthold, Offenbach Post, 06.01.2010) 

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