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Historischer "Rembrücker Altar" ist nach Hause gekehrt: Altes Fotomaterial gesucht!


Es passiert nicht alle Tage, dass verschollen geglaubte Kunstwerke wieder auftauchen und ihren Weg „nach Hause“ finden. In diesen Tagen ist der restaurierte „Rembrücker Altar“ nun endlich als Exponat in die Dauerausstellung in das Haus der Stadtgeschichte „eingezogen“. Insgesamt 85 Jahre und eine bewegte Geschichte lang hat es gedauert, dass der Altar aus Mainz nach Heusenstamm zurückkehrt.

Das Entstehungsjahr des Altars wird auf 1590 datiert. Belegt ist allerdings nur, dass er sich von 1756 bis 1925 - und zwar genau bis Pfingstmontag - in der Vorgängerkirche der heutigen Kirche Mariä Opferung, der so genannten „Alten Kapelle“, befand. Die „Alte Kapelle“ wurde 1925 abgetragen und der Altar, „ein Renaissance-Kunstwerk ersten Ranges“ wie ein Bericht aus dem 19. Jahrhundert vermeldet, wurde in der neuen Kirche Mariä Opferung nicht mehr verwendet - und „verschwand“. Professor Elmar Götz, Verwaltungsrat der Katholischen Kirchengemeinde von Rembrücken, hörte um das Jahr 1970 bei Gesprächen mit dem Dorfchronist und Heimatforscher Richard Wimmer erstmals von dem Kunstwerk. Seitdem nutzte Götz jede Gelegenheit, um Spuren des Altars zu finden. 2008 half ihm der Zufall, als sich die Konservatoren des Dommuseums in Mainz meldeten und mitteilten, sie seien bei Ordnungsarbeiten im Dommuseum auf Teile mit der Beschriftung „Rembrücker Altar“ gestoßen. Der Vergleich mit alten Berichten ließ keinen Zweifel: der Altar aus der Vorgängerkirche Rembrückens war gefunden – eine kleine Sensation.

Voraussichtlich im August soll die Dauerausstellung im Haus der Stadtgeschichte eröffnet werden. In diesem Zusammenhang suchen Götz und die Stadtverwaltung alte Fotos, auf denen der Altar im Original in der „Alten Kapelle“ zu sehen ist (zum Beispiel bei Trauungen, verschiedenen Sakramenten, und so weiter). „Wir wissen, dass wir eigentlich die Nadel im Heuhaufen suchen, denn es können ja nur Fotos sein, die vor Pfingstmontag 1925 aufgenommen wurden und heute noch existieren“, sagt Bürgermeister Peter Jakoby. „Aber vielleicht haben wir ja großes Glück, und die Rembrücker haben ihre Fotos gut archiviert und entdecken das Kunstwerk wieder“. Wer also eine Originalaufnahme besitzt und diese freundlicherweise als Leihgabe zur Verfügung stellen will, wendet sich bitte bis spätestens Freitag, 22. Juli, direkt an Professor Elmar Götz, Telefon 06106 3161 oder per E-Mail an prof.g@t-online.de.

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