Heusenstamm feiert "50 Jahre Stadtrechte" mit großem Fest am Samstag, 30. Mai 2009

Fest: 50 Jahre Stadrechte
Wirklich gelungen, keine Sekunde langweilig, fröhlich und mitreißend war das Fest, das zum 50. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte an Heusenstamm am 30. Mai 2009 gefeiert wurde. Am Abend war der Innenhof des Schlosses für knapp zwei Stunden Schauplatz einer bunten Feier, wie sie die Stadt bislang wohl noch nicht gesehen hat. Mehr als 800 Zuschauer hatten dabei großen Spaß.

Fest: 50 Jahre Stadrechte
Landrat Peter Walter, Bürgermeister der Nachbargemeinden, Gäste aus den Partnerstädten, Sponsoren und Joachim Baier, erster in der "Stadt Heusenstamm" Geborener, konnte Stadtverordnetenvorsteherin Ingrid Hennighausen begrüßen. Ein Chor der Kinder aus allen Kindergärten der Stadt sang "Let us sing together". "Wir haben die Zukunft Heusenstamms gesehen", kommentierte Schauspieler und Kabarettist Michael Quast diesen Auftritt.

Fest: 50 Jahre Stadrechte
Humorvoll, gespickt mit kleinen Spitzen hatte er durch das Programm geführt, zu dem auch Grußworte der Gäste aus den Partnerstädten, ein von Dietrich Wagner und Dr. Franz Zink produzierter kleiner Film über Heusenstamm seit 1959, Auftritte des Tonbridge Quintetts mit Musik von Telemann und Händel sowie ein Auftritt der Heusenstammer Mezzosopranistin Lisa Wedekind mit einer Lehár-Arie zählten.

Fest: 50 Jahre Stadrechte
Bürgermeister Peter Jakoby erinnerte in seiner Festansprache an die vielfältigen Bemühungen der Heusenstammer mit dem damaligen Bürgermeister Hans Hemberger an der Spitze, das Stadtrecht für die mit etwa 6000 Einwohnern noch zu kleine Gemeinde zu erhalten. Hans Staab wurde erwähnt, damals Vorsitzender des Heimatvereins, der einen geschichtlichen Abriss verfasst hatte, um die Landesregierung zu überzeugen. Oder der damals in Neu-Isenburg lebende Regierungspräsident Wilhelm Arnoul und Innenminister Heinrich Schneider, die den Antrag befürwortet hatten. Und Jakoby sparte nicht mit Schmeicheleien für seine Stadt: "Möge unsere Stadt wachsen und dabei bleiben, was sie ist: vertraut, ein bisschen spießig, aber auch modern, tolerant und aufgeschlossen, kurz: lebenswert."

Fest: 50 Jahre Stadrechte
Satirisch hatte sich Quast dem Thema genähert. Unter dem Motto "Heusenstamm, eine Stadt setzt sich durch" - nachdem erste Siedlungsversuche mit Bellingen und Renigishausen "im Morast versunken seien" - schilderte er zum Vergnügen der Zuhörer die Versuche mittelalterlicher Vorfahren für das mit sechs Bauern zu kleine "Huselstam" Dorfrecht zu erhalten.

Fest: 50 Jahre Stadrechte
Nach den Segenswünschen der Kirchengemeinden, überbracht von Pfarrerin Karin Härle, trat dann deren Ehemann, der Dirigent Professor Hans-Friedrich Härle, in Aktion, um alle Chöre der Schlossstadt beim gemeinsamen Auftritt zu dirigieren. Mit Händels "Hallelujah" glänzten die Sängerinnen und Sänger, um danach gemeinsam mit dem Publikum den von Stadtkapelle und TSV-Blasorchester gespielten Radetzky-Marsch klatschend zu begleiten.

Fest: 50 Jahre Stadrechte
Ein furioses Ende, nach dem dann in der "Unnergass" weiter gefeiert wurde.
(Text: Claudia Bechthold, Offenbach Post, 02.06.2009)