Stadtleitbild

Zwei Jahre Stadtleitbild

Infoveranstaltung "2 Jahre Stadtleitbild" im November 2008: Ein positiver Zwischenbericht mit ersten Ergebnissen


Vor zwei Jahren hat die Stadtverordnetenversammlung das Stadtleitbild verabschiedet. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger hatten sich im Sommer 2006 zusammegesetzt, um Stärken und Schwächen Heusenstamms aufzulisten und Wünsche für die Zukunft zu formulieren, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Nun hat die Stadt eingeladen, um über die bisherige Umsetzung des Stadtleitbildes zu informieren."Zwei Jahre Stadtleitbild: ein Zwischenbericht - keine Bilanz", erklärte Bürgermeister Peter Jakoby gleich zu Beginn der Veranstaltung: Schließlich gehe der Stadtleitbildprozess noch lange weiter.

Rund 170 Zuhörer im Saal der Vereine verfolgten aufmerksam die Ausführungen des Rathauschefs, aber auch der "Paten", die sich um die Umsetzung mehrerer Leitprojekte gekümmert hatten. Jakoby war auch voll des Lobes für den Stadtleitbildprozess, der zwar viel abverlangt habe, aber "eine gute, eine kluge Entscheidung zum Wohle unserer Stadt" gewesen sei. Die Arbeit begann vor Weihnachten 2005 mit einer Bürgerbefragung, die die Grundlage für die weitere Arbeit schuf. Sie zeigte, dass sich 93 Prozent der Heusenstammer in ihrer Stadt wohl fühlen, offenbarte aber auch einige Defizite.

Fünf Arbeitsgruppen und ein Lenkungsgremium haben in der Folge Stärken und Schwächen, wichtige Ziele und Strategien zu ihrer Umsetzung herausgearbeitet, die letztlich als Stadtleitbild offiziell verabschiedet wurden. Dieser Wunschkatalog, von Heusenstammern für Heusenstammer erarbeitet, soll die Bemühungen der Verwaltung, des Stadtparlaments, von Vereinen und Interessengruppen in den kommenden Jahren anleiten.

"Seit der Verabschiedung im Herbst 2006 ist viel passiert", freute sich Bürgermeister Jakoby und dankte den Geschäftsführern der Arbeitsgruppen und insbesondere den Leitprojekt-Paten: "Sie haben es möglich gemacht, dass wir einen Zwischenstand vermelden können, der sich sehen lassen kann". Wie viel schon erreicht worden ist, erläuterten dei 22 Paten aus den fünf Arbeitsgruppen. Die insgesamt 15 Leitprojekte haben sich mit Wirtschaftsförderung und Standortmarketing, mit Stadtentwicklung und Verkehr, mit Jugendförderung und Gesundheitsfragen, mit Kultur und Sport sowie mit den Belangen Rembrückens auseinander gesetzt. Die Paten mussten teils selbst aktiv ihre Projekte verfolgen, teils spielten ihnen die Vorhaben der Stadt und anderer Einrichtungen in die Hände.

Die Liste der erreichten Ziele liest sich bereits beeindruckend. Sie reicht von der Erschließung des neuen Gewerbegebietes "Zwerggewann/Martinsee" über die Erarbeitung eines neuen Radverkehrskonzepts, die deutliche Ausweitung der Freizeitangebote für Jugendliche und die Sanierung des Schwimmbads bis zur Umwidmung der Rembrücker Durchgangsstraße in eine Ortsstraße zur Verkehrsberuhigung. Andere Vorhaben wie die Bemühungen um einheitliche Ladenöffnungszeiten wurden teils intensiv verfolgt, führten aber bisher noch zu keinem Ergebnis. Manche Projekte harren noch ihrer Bearbeitung und einzelne Ziele wurden bereits ad acta gelegt, nachdem sich gezeigt hat, dass eine Umsetzung nicht möglich oder doch nicht erforderlich ist.  

Doch die Moderatorin des Stadtleitbildes, Professorin Ursula Funke, die am Abend des Zwischenberichts das Feld weitgehend den Paten und dem Bürgermeister überließ, hatte von Anfang an den Prozesscharakter unterstrichen und angekündigt, dass manches Ziel auf der Strecke bleibe, während neue in den Fokus rücken würden. Ohnehin ist das Stadtleitbild auf eine Umsetzung im Laufe von zehn Jahren ausgerichtet.

Die Ergebnisse der ersten zwei Jahre zeigen, dass das Stadtleitbild in der Tat "kein Mauerblümchendasein" fristet, wie Bürgermeister Jakoby schon im vergangenen Herbst bei einem Zwischenbericht für die Stadtverordnetenversammlung betont hatte. Dass das Publikum lediglich Nachfragen zu Details stellte, aber keine grundsätzliche Kritik äußerte, deutete darauf hin, dass man mit der Arbeit insgesamt zufrieden ist. Nun müssen die eingeschlagenen Wege fortgesetzt, unvollendete Projekte weiter betrieben und neue Ziele angegangen werden. "Es gibt noch viel zu tun", erklärte Jakoby und appellierte an die Bürger, sich weiterhin aktiv in den Stadtleitbildprozess einzubringen, um Heusenstamm noch lebenswerter zu machen.


(Quelle: Marcus Janz, StadtPost Heusenstamm, 19.11.2008)